Welche Tiere gelten als Fische?
Die Tierart Fische ist keine wissenschaftliche Kategorie, um eine Tierart genau zu bestimmen und im Tierreich einzuordnen. Dementsprechend ist sie nicht so klar definiert und eingegrenzt wie es bei anderen Tierarten der Fall ist. Nicht alle Wissenschaftler sind sich bis jetzt im Detail ganz eingig darüber, welche Tierarten noch als Fische bezeichnet werden sollten und welche nicht.
Als grobe Eingrenzung wird die Tierart Fische häufig folgendermaßen beschrieben:
- Fische sind Wirbeltiere, die immer oder fast immer im Wasser leben und sich an diesen Lebensraum angepasst haben.
- Sie sind wechselwarm, ihre Körpertemperatur ist nicht konstant).
- Und sie haben einen gut ausgebildeten Kieferapparat und gehören somit zur Klasse der Kiefermäuler (Gnathostomata). Dieses Merkmal schließt Kieferlose wie zum Beispiel Neunaugen und Inger (Schleimaale) aus.
Fische werden unterteilt in Knorpelfische und Knochenfische.
Knorpelfische
Dazu gehören zum Beispiel die Haie, Rochen und Seekatzen. Die Knorpelfische machen ca. 4% der Fischarten aus, wovon der überwiegende Teil im Meer lebt. Wie der Name bereits andeutet, besteht das Skelett der Knorpelfische aus Knorpel.
Knochenfische
Im Unterschied zu den Knorpelfischen ist bei den Knochenfischen das Skelett ganz oder teilweise verknöchert. Mit weit über 20.000 Arten machen die Knochenfische den Hauptteil der Fische aus.
Wieviele Fischarten gibt es?
Es gibt so viele Fischarten, dass kein Mensch genau weiss, wieviele es sind. Zum einen wurden sie noch nicht vollständig gezählt, zum anderen werden jedes Jahr unzählige weitere Fischarten ganz neu entdeckt. Auf der anderen Seite sterben zur Zeit viele Fischarten aus. Noch komplizierter wird es dadurch, dass die Rubrik "Fische" nicht klar eingegrenzt und definiert ist.
Weit über 20.000 Fischarten wurden bereits gezählt. Schätzungen gehen dabei bis an die 40.000 Fischarten.
Wo leben Fische?
Die meisten Fisch-Arten (ungefähr zwei Drittel) sind Salzwasserfische und leben demnach im Meer. Das verbleibende Drittel an Süßwasserfischen lebt in Seen und Flüssen.
Wie vermehren sich Fische?
Fische "laichen" in der Regel, das heißt, das Weibchen legt sehr viele Eier (Fischlaich) auf einmal im Wasser ab. Erst danach wird der sich bereits im Wasser befindende Laich vom Männchen besamt.
Es gibt aber auch Ausnahmen, die eine innere Befruchtung praktizieren und die ihre Jungen lebend zur Welt bringen, wie zum Beispiel bestimmte Hai-Arten.
Wie bewegen sich Fische fort?
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie sich die unterschiedlichen Fischarten fortbewegen können. Meistens werden mehrere dieser "Techniken" miteinander kombiniert. Die Fortbewegung kann unter anderem geschehen durch:
- schlängelnde Bewegungen mit ihrem ganzen Körper,
- das Hin- und Herbewegen ihres Schwanzes,
- die Bewegung einzelner Flossen,
- stoßartiges Herauspressen von Wasser aus den Kiemen,
- Abstoßen vom Meeresgrund,
Die Höhe bzw. Tiefe, in der die Fische schwimmen wollen, steuern sie mit Hilfe ihrer Schwimmblase, mit der sie den Wasserdruch auf einfache Weise ausgleichen können. Fische, die über keine Schwimmblase verfügen müssen ständig gegen den Wasserdruck anschwimmen.
Wie atmen Fische
Fische "atmen" durch ihre Kiemen. Mit den dünnen und stark durchbluteten Hautblättern können die Fische direkt Sauerstoff vom Wasser aufnehmen und Kohlendioxid abgeben. Dazu strömt das Wasser durch den Mund herein und durch die Kiemenspalten wieder hinaus.
Es gibt nur wenige Ausnahme-Fische (vor allem die Lungenfische), die zum Teil auch richtige Luft atmen können. Manche davon sind sogar ganz auf die Luftatmung angewiesen und ertrinken regelrecht, wenn sie keine Möglichkeit haben, an die Wasseroberfläche zu gelangen.
Wozu Züchten und fangen Menschen Fische?
Fische haben für die Menschen eine große wirtschaftliche Bedeutung. Zur ursprünglichen Bedeutung des Fisches als Nahrungslieferant für den Menschen ist nun auch die Haltung von Zierfischen als wichtiger wirtschaftlicher Aspekt dazugekommen.
Die Fischerei ist neben der Umweltverschmutzung und den zusätzlichen Beeinträchtigungen der Lebensräume der Fische durch den Menschen eine wichtige Ursache für die ökologische Gefährdung der Fische.
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